Ein Balkonkraftwerk melden Sie nur noch an einer Stelle an: im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb eines Monats nach dem ersten Einstecken. Der Netzbetreiber muss nicht mehr informiert werden. So geht die Registrierung, auch mit Speicher.
Wie viel Strom ein Balkonkraftwerk erzeugt, hängt vor allem von Richtung, Neigung und Schatten ab. 800 Watt Module bringen in Deutschland je nach Montage rund 400 bis 900 kWh im Jahr. Mit Tabellen für Süd, Ost, West, senkrecht und geneigt sowie Monatswerten.
Ein Balkonkraftwerk montieren Sie in der Regel selbst: Halterung befestigen, Module einhängen, Wechselrichter anschließen, Kabel verlegen, einstecken. Eine Elektrofachkraft brauchen Sie nur für neue Steckdosen oder bei Zweifeln an der Installation. Worauf es bei jedem Schritt ankommt.
800 Watt sind die Grenze für den Wechselrichter eines Balkonkraftwerks, nicht für die Module: Diese dürfen bis 2.000 Watt haben. Was das für Stecker, Ertrag und Anmeldung bedeutet und warum ein auf 600 Watt gedrosselter 900-Watt-Wechselrichter nicht zählt.
Ohne Balkon bietet der Garten oft den besten Platz: Module lassen sich frei nach Süden ausrichten und neigen. Wichtig sind ein schattenfreier Standort, eine stabile Aufständerung und eine Steckdose am eigenen Stromkreis in Reichweite des Kabels. Mit Ertragswerten nach Winkel.
Die Halterung ist der Schwachpunkt vieler Balkonkraftwerke: Bei Stiftung Warentest fielen 2025 fünf von acht Sets durch, weil Halterungen im Sturmtest einknickten. Welche Halterung zu Geländer, Wand, Dach und Garten passt, was sie trägt und worauf Sie beim Kauf achten.
Bis 960 Watt Modulleistung darf ein Balkonkraftwerk in die normale Schuko-Steckdose, wenn das Gerät eine der Schutzmaßnahmen der Norm hat. Darüber braucht es eine Einspeisesteckdose wie den Wieland-Stecker, die nur eine Elektrofachkraft setzen darf. Was der Unterschied ist und wann der Wieland-Stecker trotzdem Pflicht sein kann.
Ein Solarzaun ist ein Balkonkraftwerk, dessen Module senkrecht am Gartenzaun hängen oder selbst den Zaun bilden. Was er an Ertrag bringt, je nachdem wohin der Zaun zeigt, was Pfosten und Wind aushalten müssen, wann eine Genehmigung nötig ist und welche Regeln für Anmeldung und Steckdose gelten.
Ein Speicher hebt Mittagsstrom für den Abend auf. Er lohnt sich eher bei mehr als zwei Modulen und wenig Verbrauch tagsüber. Was der Speichertest von Stiftung Warentest 2026 zeigt, wie Sie einen Speicher nachrüsten und welche Regeln gelten: Netzbetreiber-Meldung, keine Produktnorm.
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Häufige Fragen
Kurz beantwortet, ausführlich in den verlinkten Artikeln
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein kleines Solargerät aus einem oder mehreren Solarmodulen, einem Wechselrichter und einem Stecker für die Steckdose. Das Gesetz nennt es Steckersolargerät. Der Strom fließt in den Stromkreis der Wohnung und wird dort zuerst von laufenden Geräten verbraucht.
Wie viel Watt darf ein Balkonkraftwerk haben?
Höchstens 800 Voltampere am Wechselrichter und 2.000 Watt Modulleistung, zusammen für alle Geräte hinter einem Zähler. Mit normalem Schuko-Stecker erlaubt die Produktnorm bis 960 Watt Modulleistung, darüber braucht es eine Einspeisesteckdose von der Elektrofachkraft.
Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?
Ja, aber nur im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, innerhalb eines Monats nach dem ersten Einstecken. Die Meldung beim Netzbetreiber ist seit Mai 2024 entfallen. Die Registrierung ist kostenlos.
Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk anbringen?
Mit Zustimmung des Vermieters, auf die Sie seit Oktober 2024 nach § 554 BGB einen Anspruch haben. Ablehnen darf der Vermieter nur, wenn ihm die Installation nicht zumutbar ist. Für Wohnungseigentümer gilt § 20 WEG.
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk?
Mit 800 Watt Modulleistung je nach Montage rund 400 bis 900 Kilowattstunden im Jahr. Laut EU-Rechner PVGIS sind es in Kassel senkrecht am Südbalkon rund 576 kWh, mit 30 Grad Neigung nach Süden rund 807 kWh.
Brauche ich einen neuen Stromzähler?
Nicht, bevor Sie loslegen. Sie dürfen das Gerät mit dem vorhandenen Zähler betreiben; ein alter Zähler darf bis zum Tausch rückwärts laufen. Der Messstellenbetreiber baut danach von sich aus einen Zweirichtungszähler ein, den Tausch dürfen Netzbetreiber Ihnen nicht berechnen.